| 1275 |
wurde die Gemeinde erstmals
urkundlich erwähnt.
Der Ortsnahme leitet sich vermutlich von einem Turm ab, der im Mittelalter
zum Schutz der hier vorbeiführenden Heerstraße errichtet worden ist. |
| 13. Jh. |
Nach dem Ort nannte sich das
Geschlecht der Dürner. |
| 1428 |
verkaufte diese Familie, die
wenige Jahrzehnte später ganz ausstirbt, einige Güter in Dürnau an die Grafen
von Württemberg. Schon 1339 war dieses Haus in den Besitz eines Großteils
von Dürnau gelangt. |
| Um 1450 |
waren die Ritter von Zillenhardt,
deren Stammburg nicht weit von hier, im Wald zwischen Schlat und Eschenbach
stand, in Dürnau begütert. |
| 1479 |
verkauften die Grafen Ulrich
und Eberhard von Württemberg ihrem Landhofmeister Wilhelm von Zillenhardt
das Dorf Dürnau und den Weiler Gammelshausen. Die Burg, welche wohl noch
aus den Zeiten der Dürner von Dürnau hier stand, wechselte mehrmals den
Besitzer. |
| 1583 |
Errichtung der ev. Pfarrkirche.
1991 wurde sie erneuert. 1952 und 1968 waren in ihr Wandmalereien aus der
Zeit um 1500 aufgedeckt worden. |
| 1623 |
Mit Wolf Niklas von Zillenhardt
starb die Dürnauer Linie des Geschlechts aus.
30 Jahr zuvor hatte die Schwester von Wolf Niklas den Freiherrn Konrad von
Degenfeld geheiratet. Dadurch wurde diese auf Burg Hoheneybach seßhafte
Familie Nachfolger der Dürnauer Ortsherrschaft. |
| 1618-1648 |
Im Dreißigjährigen Krieg kämpfte
der jüngste Sohn Konrads von Degenfeld, der im Jahr 1599 in Eybach geborene
Christoph Martin von Degenfeld, in den Heeren Wallensteins und Tillys, um
im Jahre |
| 1632 |
auf die Seite der Protestanten
überzugehen und als Obrist in der Armee Gustav Adolfs von Schweden ruhmvoll
zu fechten. |
| 1634 |
Die Schlacht von Nördlingen
brachte ihn jedoch auch um seine ererbten Besitzungen in Dürnau und Eybach.
Die beiden Schlösser an diesen Orten brannten teilweise nieder. Christoph
Martin trat anschließend in französische Dienste. |
| 1642 |
folgte er einem Ruf der Republik
Venedig. Venedig stand um diese Zeit im Krieg mit den Türken. Als Generalgouverneur
von Dalmatien und Albanien schlug er in den Jahren 1642 bis 1649 die Türken
in mehreren Schlachten und erorberte sieben Festungen in Griechenland. Aus
seinen Kriegszügen brachte er auch den Halbmond mit, der noch heute die
Spitze des Dürnauer Kirchturms ziert und zum Wahrzeichen der Gemeinde geworden
ist. |
| 1653 |
Am 13. Oktober starb Christoph
Martin und wurde in der Dürnauer Kirche beigesetzt. |
| 1684 |
fielen Burg und Dorf an Kurbayern, |
| 1711 |
und 1711 wurden sie von Degenfeld
wieder zurückerworben. |
| 1806 |
kam Dürnau an Württemberg und
wurde dem Oberamt Göppingen angegliedert. |
| 1845 |
wurde das Schloss, außer einigen Wirtschaftsgebäuden, größtenteils abgebrochen. |
| 1926 |
Mit der Einweihung der Bahnlinie
Göppingen-Boll, an die auch Dürnau angeschlossen wurde, erhielt der Ort
eine bequeme Verbindung zum Industriezentrum im Filstal. Aus dem Bauerndorf
wurde eine Arbeiterwohngemeinde mit bäuerlichem Einschlag. |
| 1947 |
Die
Firma Gral-Glas-Werkstätten Göppingen errichtet außerhalb
Göppingens eine zweite Glashütte in Dürnau. |
| 1955 |
wurde die gemeinsame Volksschule
der Gemeinden Dürnau und Gammelshausen fertiggestellt, die als Grundschule
weitergeführt wird. |
| |
Die
Gral-Glashütte wird endgültig von Göppingen nach Dürnau
verlegt. Firmennanme jetzt: Gral-Glashütte
GmbH, Dürnau |
| 1963 |
Errichtung der kath. Kirche
und |
| 1964 |
des ev. Gemeindehauses |
| 1965 |
Bau der Kornberghalle als Turn-
und Festhalle mit Hallenbad |
| 1971 |
wurde der Kindergarten Sausewind
erstellt. |
| 1982 |
wurde das Sport- und Freizeitzentrum
Dürnau-Gammelshausen seiner Bestimmung übergeben.
Im März Konkurs der Firma Gralglas und Bildung einer Auffanggesellschaft. |
| 1988/89 |
Die Bundesbahn hat den Personennahverkehr
und Güterverkehr auf der seit dem Jahre 1926 bestehenden Bahnlinie nach
Göppingen stillgelegt. Der öffentliche Personennahverkehr wird durch Busse
gewährleistet. |
| 1991 |
Der internationale Rat für
Vogelschutz zeichnete die Streuobstwiesen entlang des Albtraufs mit dem
Prädikat International bedeutsames Vogelbrutgebiet (IBANr. 108)
aus. |
| 1992 |
wurde das aus dem Jahre 1562
stammende Rathaus saniert und erweitert. |
| 1992/94 |
wurde die gemeinsame Grundschule
zur einer 2-zügigen Schule ausgebaut. |
| 1995 |
konnte in der Frühlingstraße
der neugebaute Kindergarten Regenbogen den Kindern übergeben
werden, außerdem wurde das Glasmuseum
mit Produkten der ehemaligen Firma Gralglas eingeweiht.
Endgültiges Aus für die Glasproduktion in Dürnau. Ein Teil
der Firmengebäude wird abgebrochen. |
| 1996 |
Bezog die freiwillige Feuerwehr
das neue Feuerwehrgerätehaus, die Gemeinde errichtete barrierefreie altersgerechte
Wohnungen und dank der Stiftung Bürkle eine Begegnungsstätte. |
| 1999 |
Abschluss
der Sanierung des Marstalls mit Torhaus zur
Nutzung für Geschäftseinheiten und Glasmuseum.
Kornberghalle - 1. Bauabschnitt der umfangreichen Sanierung. |
| 2000 |
Neugestaltung
der Ortsmitte in der Bahnhofstraße mit Schlossplatzgebäuden und
Sanierung von Teilen der Schlossbrücke
und Schlosskeller. |
| 2001 |
Kornberghalle
- 2. Bauabschnitt, Fertigstellung
Silbermedaille im Landeswettbewerb "Unser
Dorf soll schöner werden - unser Dorf hat Zukunft, 1999 - 2001" |